Der bereits als Gesamtweltcupsieger feststehende Felix Loch hat beim Weltcupfinale in Sachsen einen krönenden Abschluss der Rodel-Saison gefeiert. Im Einsitzer der Männer verbesserte der Rekordweltmeister seinen am ersten Wettkampftag aufgestellten Bahnrekord nochmals um 73 Tausendstel. Loch knackte erstmals die 53-Sekunden-Marke auf der Bahn in Altenberg (52,998) und verteidigte somit seine Führung vom Samstag souverän. Damit feierte er seinen 57. Weltcupsieg und zog mit dem Italiener Armin Zöggeler an der Spitze gleich.

Im mit Spannung aufgeladenen Weltcupfinale der Frauen brachte Olympiasiegerin Julia Taubitz ihren knappen Vorsprung erfolgreich ins Ziel. „Es ist einfach nur unglaublich schön“, sagte Taubitz im Interview mit dem ZDF, in dem die 30-Jährige ein paar Freudentränen verdrückte. „Bis in die letzten Meter hinein“ habe sie in einem Herzschlagfinale um ihren insgesamt sechsten Gesamtsieg zittern müssen.

Lediglich vier Punkte trennten sie am Ende von ihrer ärgsten Konkurrentin Merle Fräbel, die es samt eines Bahnrekords von 51,745 Sekunden mit ihrem Sieg noch einmal spannend machte.

„Sensationell“, kommentierte Felix Loch seine Rekordfahrt: „Es war eine gelungene Saison – bis auf einen kleinen Makel.“ Bei Olympia hatte Loch die angepeilte Medaille klar verpasst. Beim Saisonabschluss, der neunten und letzten Station im Weltcup, folgten dem 36 Jahre alten Loch der Italiener Dominik Fischnaller (+0,364) und David Gleirscher aus Österreich (+0,434).

Der in dieser Saison wiedererstarkte Berchtesgadener Loch hatte den Gewinn des Gesamtweltcups bereits vor den Läufen in Sachsen sicher. Es war seine insgesamt achte Kristallkugel seit der Saison 2011/2012.

Olympiasieger Max Langenhan fehlte beim Finale wegen Nackenproblemen. Auch sein ärgster Rivale Jonas Müller aus Österreich verzichtete auf einen Start in Altenberg und beendet somit die Weltcupsaison auf Rang zwei.

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