Franziska van Almsick heute – zwischen Sport, Öffentlichkeit und neuen Rollen
Franziska van Almsick gehört zu den bekanntesten Gesichtern des deutschen Sports. In den 1990er-Jahren war sie das Aushängeschild des Schwimmens: Olympische Medaillen, Welt- und Europameistertitel machten sie früh zur nationalen Ikone. Doch wie lebt und arbeitet Franziska van Almsick heute?

Nach dem Ende ihrer aktiven Karriere hat sie den Übergang ins „Leben nach dem Leistungssport“ bemerkenswert souverän gemeistert. Statt dem Beckenrand hinterherzutrauern, baute sie sich Schritt für Schritt neue Standbeine auf. Van Almsick ist bis heute eng mit dem Sport verbunden, allerdings nicht mehr als Athletin, sondern als Mentorin, Botschafterin und Kommentatorin. Sie engagiert sich seit vielen Jahren in der Schwimmausbildung von Kindern und setzt sich dafür ein, dass Schwimmen als lebenswichtige Fähigkeit stärker gefördert wird.
Öffentlich tritt sie deutlich reflektierter auf als früher. Während sie als junge Athletin oft Projektionsfläche für Leistungsdruck, Schönheitsideale und mediale Erwartungen war, bestimmt sie heute selbst, wie sichtbar sie sein möchte. In Interviews spricht sie offen über mentale Belastungen im Spitzensport, über Körperbilder und darüber, wie schwierig es sein kann, sich nach einer extrem fremdbestimmten Jugend neu zu definieren.
Auch abseits des Sports ist Franziska van Almsick präsent – etwa bei gesellschaftlichen Events, Sportgala-Formaten oder als Stimme in gesundheitlichen und sozialen Debatten. Dabei wirkt sie weniger wie ein ehemaliger Star, der an alte Erfolge anknüpfen muss, sondern vielmehr wie eine Persönlichkeit, die ihre Bekanntheit sinnvoll nutzt.
Privat hält sie vieles bewusst aus der Öffentlichkeit heraus. Gerade dieser kontrollierte Umgang mit Nähe und Distanz trägt zu ihrem heutigen Image bei: authentisch, souverän und unabhängig von kurzfristigen Schlagzeilen.
Franziska van Almsick heute steht damit für eine gelungene zweite Karriere – und für die Erkenntnis, dass sportlicher Erfolg zwar Türen öffnet, echte Zufriedenheit aber oft erst danach entsteht.

